Radiologische, Nuklearmedizinische und Strahlentherapeutische Gemeinschaftspraxis
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52062 Aachen

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Röntgentiefenbestrahlung

 

Grundlegendes

Die konventionelle Röntgenbestrahlung gutartiger Erkrankungen ist eine seit langem bekannte und effiziente Behandlungsmethode. Vier Wirkungsweisen können bei der konventionellen Therapie gutartiger Erkrankungen in Abhängigkeit von der Dosis experimentell und klinisch nachgewiesen werden:

  1. Bei einer Dosis unterhalb von 2 Gy funktionelle Strahleneffekte mit Modulation und Aktivierung des autonomen Nervensystems bzw. Aktivierung der Zellen.
  2. In einer Dosis zwischen 2 Gy und 6 Gy tritt der antientzündliche Strahlentherapieeffekt auf - in der Regel mit Rückgang der Entzündungszeichen Rötung und Schwellung sowie Rückgang der Schmerzhaftigkeit.
  3. Der immunomodulatorische Strahleneffekt, der insbesondere entzündliche Autoimmunprozesse unterdrückt und somit die Schmerzen lindert.
  4. Mit einer Dosis über 10 Gy wird ein proliferationshemmender Effekt (Minderung der Zellteilung) erreicht, der insbesondere bei der Kelloid- bzw. Narbenbildung, bei der Beugehandsehnenkontraktur "Dupuytren" und zur Verhütung postoperativer Narbenbildungen nutzt.
Welche Indikationen ergeben sich für die Strahlenbehandlung?

In erster Linie wird die Strahlenbehandlung zur Linderung entzündlicher Veränderungen der Gelenke, Sehnen und Sehnenansätze genutzt. Hier seien insbesondere die Entzündungen der Finger-, Handwurzel-, Ellenbeugen-, Schulter- und Knie- sowie Sprunggelenke und der Schultersehnenplatte (frozen shoulder), Tennis- oder Golfarm, Achillessehnenreizung etc. zu nennen.
Mit Dosen höher als 10 Gy ergeben sich insbesondere Indikationen zur Prophylaxe von Narbenwülsten (Kelloid), postoperativen Verkalkungen in direkter Nachbarschaft eines OP-Gebietes, Vorbeugung einer erneuten Re-Stenosierung von Arterien nach Ballonangioplastie und Stent-Implantation sowie anlage- bzw. immunologischbedingte Sehnenverkürzungen und Verhärtungen der Fußsohlen oder der Handinnenflächen.

Strahlentherapiegerät

Dauer der Behandlung
  • Die Bestrahlungsbehandlung der entzündlichen Gelenk- und Sehnenerkrankungen wird 2x wöchentlich insgesamt 6 - 8 Mal durchgeführt.
  • Akute entzündliche Hautveränderungen - wie Schweißdrüsenabszess, Nagelkranzentzündungen der Zehen oder der Finger - werden 3 - 5 Mal wöchentlich mit 5 - 6 Einzelbestrahlungen behandelt.
  • Die Gynäkomastie, die Narbenprophylaxe sowie die Sehnenverkürzung der Fußsohle oder der Hohlhand werden mit insgesamt 10 Bestrahlungen (3 - 5 Mal wöchentlich) behandelt.

Die von Ihrem Arzt verordneten Medikamente und Salben sind weiter anzuwenden, eine eingeleitete medikamentöse Therapie braucht nicht unterbrochen oder abgesetzt zu werden.

Mit welchen Risiken müssen Sie rechnen?

Bei der Strahlenbehandlung wird insbesondere auf einen adäquaten Schutz der Körperregionen geachtet, die nicht durch die Strahlenbehandlung angegangen werden sollen. Bei den verwendeten niedrigen Dosiseinheiten ist mit keiner Hautreaktion bzw. sonstigen Nebenwirkungen zu rechnen. Außerdem ist bei dieser gezielten Strahlentherapie mit keinem erhöhten Krebs- bzw. Entartungsrisiko zu rechnen.